Bete mit!

 

 

"Sie hat das Erbarmen Gottes erlebt"

 

Eine Mitarbeiterin von ReachAcross in Asien berichtet:
„Die Familie, die ich besuchte, hatte eine junge Tochter, die nach zwei Jahren bitterer Erfahrungen in einer von den Eltern arrangierten Ehe geschieden war. Als einzigen Trost hatte sie ihren kleinen Sohn Aziz. Während meines Besuches erkundigte ich mich nach ihm. Die junge Frau begann zu weinen. Die Familie ihres Ex-Mannes hatten ihr den Sohn vor wenigen Wochen durch Betrug genommen. Ich legte meinen Arm um sie, ließ sie weinen und sagte ihr: „Du darfst weinen!“ Im gleichen Raum befanden sich mehrere andere Frauen, die sie alle mit steinernen Gesichtern anblickten. Sie glaubten, es sei Sünde zu weinen. Als ich gehen musste, wandte sie sich um Trost an ihre Mutter. Die Mutter wies sie zurecht: „Du bist verrückt, wie kannst du Allahs Willen in Frage stellen?“ In mir stieg Ärger auf, dass jemand Gott für die Grausamkeit der Menschen beschuldigte, ja dass die innere Verhärtung der Menschen den Ausdruck und das Mitteilen tiefer Trauer knebelte.

Im Gebet bat ich Jesus, diesen Frauen zu zeigen, wer er wirklich ist, und Aziz zu seiner Mutter zurückzubringen.

Eine Woche später besuchte ich die Familie wieder. Das Zimmer war voller Frauen und Kinder und ich sah einen kleinen Jungen auf meine junge Freundin zugehen. Die anderen sagten: „Das ist Aziz! Gott hat dein Gebet erhört.“ Welche Freude! Wir erhoben unsere Hände und priesen Gott. Die junge Frau hatte das Erbarmen Jesu und sein Verlangen erlebt, denen zu helfen, die ihn anrufen.“

 

Gebet ist ein Privileg und ein Auftrag: Wir dürfen Gott die Not der Menschen bringen und dadurch mithelfen, dass sie Gottes Zuwendung in ihrer Not erfahren und ihn selbst kennen lernen.

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